Offshore Portugal mit Madeira und der Azoreninsel Santa Maria

Steueroase Portugal mit Madeira und der Azoreninsel Santa Maria

- Fläche: 91 982 qkm, davon Azoren 2 355 qkm, Madeira 795 qkm
- Hauptstadt: Lissabon
- BIP je Einwohner: 12 680 EUR
- Arbeitslosigkeit: 7,6 Prozent
- Einwohner: 10,64 Millionen
- Amtssprache: Portugiesisch
- Währung: Euro
- Inflation: 2,4 Prozent

Mitte 2008 stehen die Portugiesen knapp vor einer Rezession. Sie spüren die internationale Finanzkrise und die Wachstumsschwäche wichtiger Handelspartner stärker als der Nachbar Spanien. Die Wachstumsprognose wurde für 2008 auf 1,5 Prozent zurückgestuft. Damit ist Portugal das einzige Land der Euro-Zone mit einer negativen Konjunkturentwicklung. Besonders Portugals Unternehmen investieren „weniger dynamisch”. Die lahmende Nachfrage aus dem Ausland macht sich bemerkbar. Die Exporte haben im Vergleich zum Vorjahr spürbar an Tempo verloren. Die internationale Finanzkrise erschwert es derzeit der Regierung, ihre Reformvorhaben durchzusetzen. Die Pläne sehen einen geringeren Staatseinfluss vor. Stattdessen sollen private Investitionen gefördert und Hightech-Industrie am Atlantik angesiedelt werden. Erschwerend für den privaten Konsum sind die strafferen Kreditbedingungen der Banken an die Verbraucher, da Portugal ähnliche Industrieprodukte wie Asien herstellt. Die Wettbewerbsposition des Landes hat sich durch den starken Euro deutlich verschlechtert, dadurch kommt der inländische Konsum nicht in Gang. Vom Immobilienmarkt sieht man im Vergleich zum spanischen Nachbarn
keine Gefahren ausgehen, da Grundbesitz nur ein Drittel bis halb so teuer wie in Spanien ist.
 
Madeira für Investoren und Großanleger
Portugal versucht, über die Schaffung von Steuerfreizonen verstärkt ausländisches Kapital ins Land zu holen: Madeira, die 795 qkm große Hauptinsel der Madeiragruppe, mit nordafrikanischem
Klima, portugiesischer Nationalität und engen Bindungen an Großbritannien, bezaubert durch üppige Vegetation sowie beschauliche Berg- und Fischerdörfer.
Steuervorteile: Auf Madeira und dem kleineren Porto Santo leben rund 260000 Einwohner mit dem niedrigsten Pro-Kopf- Einkommen innerhalb der „Alt”-EU. Um Offshore-Unternehmen und deren Kapital anzulocken, wurden Grund-, Körperschaft-, Schenkung-, Erbschaft-, Kapitalertragsteuern und Steuern auf Veräußerungsgewinne abgeschafft. Von Vorteil sind auch die niedrigen Lohnkosten, ausreichend vorhandene Arbeitskräfte, die neben Portugiesisch in der Regel auch Englisch sprechen, niedrige Mieten, Büroflächen in großer Auswahl, gute Fluganbindungen zu den europäischen Zentren, eine gute Kommunikation und die Tatsache, dass auf Madeira ansässige Firmen von den Doppelbesteuerungsabkommen Portugals in vollem Umfang profitieren.
Ansässige Ausländer müssen ihr weltweites Einkommen in Portugal zu Sätzen von 14 bis 42 Prozent auf dem Festland und 8,5 bis 41 Prozent auf Madeira versteuern. Der Spitzensatz greift bei einem zu versteuernden Einkommen von 60000 Euro. Madeira bietet reduzierte Steuersätze für Einkommen aus Renten. Mieteinkünfte unterliegen in Portugal und auf Madeira einer Quellensteuer in Höhe von 15 Prozent. Die Erbschaftsteuer wurde 2004 abgeschafft. Nach der in Portugal gültigen Erbfolgeregelung muss mindestens die Hälfte des Vermögens an den überlebenden Ehepartner, an Kinder und andere Verwandte übergehen. Als ansässig gilt, wer mindestens 183 Tage eines Steuerjahres im Land verbringt oder dort einen Wohnsitz zur ständigen Verfügung hat. Nicht ansässige Ausländer versteuern nur ihre Inlandseinkünfte. Sowohl EU-Bürger, als auch Bürger aus Drittstaaten benötigen eine Aufenthaltsgenehmigung, wenn sie in Portugal oder auf Madeira leben wollen.
Madeira gesellschaftsrechtlich: Vorgeschriebene Gesellschaftsform eines Offshore-Unternehmens ist die AG-Rechtsform mit mindestens fünf Gesellschaftern und einem Minimumkapital von
25 000 Euro. Die Gründungskosten liegen zwischen 1 500 und 2 500 Euro. Da gesetzliche Steuerfreiheit besteht, verzichten die örtlichen Steuerbehörden auf Einsicht in die Jahresabschlüsse, die nicht  geprüft sein müssen.
Zur Errichtung einer Offshore-Gesellschaft ist ein Antrag an die Sociedade de Desenvolviento Madeira S.A. erforderlich. Das Vorhaben muss dann vom Regionalsekretär für Wirtschaftsplanung, von der portugiesischen Zentralbank und vom Finanzministerium genehmigt werden. Über 4 000 Banken, Versicherungen und Investoren aus Europa, den USA und Südamerika haben sich bereits auf Madeira niedergelassen. Nachteil: Die „Perle im Atlantik” liegt weitab von den großen Geschäftsregionen.
Um die steuerlichen Vergünstigungen Madeiras zu nutzen, muss man dort jedoch nicht als Unternehmen vertreten sein. So parken beispielsweise deutsche Großunternehmen bei den auf Madeira ansässigen Banken hohe Geldbeträge, um anschließend die darauf erhaltenen Zinsen steuerfrei kassieren zu können. Denn die dort zu „entrichtenden” Kapitalsteuern sind fiktiv und können bei den Steuerlasten in der Heimat in Abzug gebracht werden.

 

Geldwerte Vorteile für Unternehmen auf Madeira und Santa Maria

Offshore-Finanz- gesellschaft

Offshore-Trust

 

Tätiges OffshoreUnternehmen

 

Gründungslizenz: 750 USD Jahreslizenz:

25 000 USD

 

Gründungslizenz: 750 USD

Jährliche Betriebskosten — je nach Tätigkeitsart: 1 500 — 25 000 USD

 

Gründungslizenz:

750 USD

Jährliche Betriebsgebühr:
13,50 USD pro qm

 

n Keine Körperschaft-
steuer bis 2011

n Keine Kapital- gewinnsteuer

n Keine

Quellensteuer

n

Keine Devisen- kontrolle

n Keine Stempelge- bühr

n Keine Mehrwert- steuer

n Keine Quellensteuer und Einkommen- steuer auf Dividen- den, auf Zinsen aus Darlehen von Teilha-

bern und auf alle an- deren Einkommen, die die Investoren die- ser Unternehmen erhalten

n Keine Steuer auf Kapitalgewinne bei Ka- pitalaufstockung

n Keine Steuern bei Eigentumsübertragung, Schenkung und Erb- schaft von Anleihen oder anderen Kapital- beteiligungen dieser Unternehmen

n Alle Steuerbefreiungen
wie Offshore-Trusts

• Befreiung eventueller Steuerschulden bei Eigentumsübertragung,

Schenkung oder

Erb-

schaften von Immobilien

n Keine Einkommensteuer auf Unternehmensgewinne bis 2011

n Keine Gebühren und
örtlichen Steuern

n Keine Quellensteuer auf Zinsen für ausländische Bankdarlehen und Obligationen, vorausge-

setzt, das aufgenommene Kapital wird für Investitionen oder zur Finanzierung der auf Madeira ausgeübten Tätigkeit verwendet

n Keine Quellensteuer auf Tantiemen oder Lizenzen auf Technologietransfers

 

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