Archive for the '05. Rechtsformen der Offshore Gesellschaften' Category

Offshoring von Unternehmen

Offshoring bzw. die Verlagerung von Prozessen ins Ausland ist für Unternehmen verlockend, die Logik ist einfach. Wo die Arbeits­kosten sehr hoch sind, siedelt man arbeitsintensive Prozesse im günstigeren Ausland an. Auf zwischen 20 und 40 Prozent schät­zen Studien übereinstimmend die zu erzielenden Einsparpoten­ziale. Unternehmen, die sich mit Offshoring beschäftigen, müssen sich fragen: Was soll wohin [...]

Was Sie beim Einsatz einer Offshore Gesellschaft beachten sollten

Nicht jede Oasengesellschaft ist die richtige. Bei dem, was in den Wochenendausgaben der Zeitungen häufig an „Firmen” mit Sitz in einer Oase angeboten wird, handelt es sich um „Briefkastenfir­men”, die vom deutschen Fiskus steuerlich nicht anerkannt wer­den. Und der vermutet immer dann eine Briefkastengesellschaft, wenn der Sitz ein Niedrigsteuerland ist, es keine plausiblen wirt­schaftlichen Gründe [...]

Was Betriebsprüfer wissen wollen

Der Betriebsprüfer fragt zunächst nach dem konkreten Niederlas­sungsort der ausländischen Firma. Nehmen wir als Beispiel die Schweiz. Aus dem Regionenbuch holen Betriebsprüfer dann für diese Firma den handelsrechtlichen Domizilvermerk („do” oder „bei”) he­raus, der nach den Schweizerischen Handelsamtregistervorschriften anzeigt, dass diese Gesellschaft gar kein eigenes Büro unterhält.
Die nächste Frage gilt den in der Firma tätigen [...]

Was Steuerbürger beim Einsatz einer Offshore-Gesellschaft erwartet

Mitte der 1970er-Jahre hat der Gesetzgeber durch das Außensteu­erreformgesetz die Durchgriffsbesteuerung für passive Oasenge­sellschaften angeordnet. Seitdem hat der Steuerbürger eine be­sondere Mitwirkungspflicht bei Auslandssachverhalten — mit einer Umkehr der Beweislast zulasten des Steuerpflichtigen. Eine Ver­fahrensvorschrift, die sich im Einzelfall als schwer zu überwinden­des Hindernis herausstellt. Die Rechtsprechung des Bundesfinanz­hofs hat die Missbrauchstatbestände für den Außensteuerbereich [...]

Fiskus knöpft sich internationale Unternehmen vor

Die Steuerbehörden haben die Prüfung von grenzüberschreiten­den Rechnungen zwischen verschiedenen Unternehmen innerhalb desselben Konzerns verstärkt. Konzerne betrachten nach einer Analyse der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young diese Verrechnungspreise als Risiko für ihren Jahresabschluss. Verschärft haben sich der Studie zufolge auch die Anforderungen an die Re­geltreue (Compliance) durch die jüngsten Entwicklungen in der Rechnungslegung. So wurden in [...]

Grenzüberschreitende Umwandlung

Multinationale Konzerne zeigen, wie man um den Standort Deutschland steuerlich einen großen Bogen macht: § 23 UmwStG heißt die Zauberformel. Sie ist Ergebnis der EU-Fusionsrichtlinie. Deren Grundidee: Unternehmen sollen sich im Binnenmarkt ohne Steuerhürden zusammenschließen können. Dieser Weg steht aller­dings nur Kapital-, nicht aber Personengesellschaften offen. Letz­tere müssen also vorher umgewandelt werden.
Wichtig ist, dass die [...]

Offshore-Trust

Da bei dieser Gesellschaftskonstruktion das Eigentum der Gesell­schaft vom Nutzungsrecht, das einer anderen Person eingeräumt wird, getrennt wird, kommt der Offshore-Trust meist bei der Pla­nung umfassender internationaler Steuerregelungen oder für in­ternationale Nachlassregelungen zum Einsatz.
Im Falle des Ablebens des Trust-Eigentümers ermöglicht der Off­shore-Trust den Angehörigen oder zuvor bestimmten anderen Personen, die vorhandenen Nachlasswerte schnell und steuer­frei [...]

Der Trust

Der Trust ist eine Spezialität angelsächsischen Rechts. Er ähnelt der deutschen Familienstiftung und bietet sich an, um Vermögens­werte möglichst steuersparend auf Erben zu übertragen. Der Trust­gründer überträgt sein Vermögen auf den Trust, der von einem Trustverwalter gemanagt wird. Der Begünstigte des Trusts ist fast immer identisch mit dem Gründer. Der Trust unterliegt in den meis­ten [...]

Exempt Company

Die in der Regel für nicht ansässige Personen steuerfreie Gesell­schaftsform britischen Ursprungs ist heute weltweit im Angebot. Bevorzugt werden Patente, Warenzeichen, Urherberrechte oder Beteiligungen über eine Exempt Company gehalten. Wer aus­schließlich Wertpapiervermögen und sonstige Einlagen beispiels­weise in der Karibik verwalten will, kann schon für rund 1 000 US- Dollar eine „Exempted Company” gründen. Der Eigentümer [...]

U.S.-Corporation

Das vorab: Steuersparen auf die Schnelle mit einer Delaware-Billig­corporation klappt nicht. Erfährt der Fiskus, dass der Beginn der „cleveren” Steuersparmaßnahme mit dem übereinstimmt, wird dem Steuerpflichtigen Gestaltungsmiss­brauch unterstellt. Die Corporation sollte daher schon drei bis fünf Jahre gemeldet sein. Man sollte sich den Anbieter einer U.S.-Cor­poration deshalb schon genauer ansehen. Es gibt nur einige wenige, [...]


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